Tesserae

(Photo: Andrej Grilc)



In den Tagen bis Weihnachten bin ich nun ziemlich viel am Basteln, Üben und Arrangieren. Philipp und ich werden vom 20.-22. Dezember eine neue CD aufnehmen. Etwas kann vorab verraten werden: Unsere neue Platte beschäftigt sich ausschließlich mit der Musik des Mittelalters, die wir mit viel Interesse für das Ausloten verschiedener Klangfarben und deren Kombination in unserer interessanten Besetzung ausgewählt und für uns spielbar gemacht haben. Das Projekt trägt den Namen "Tesserae", eine Bezeichnung für viele kleine Mosaiksteinchen. Dass wir unsere Aufnahme in Naturns (Südtirol) im Prokulusmuseum machen können, gibt dem Ganzen einen überaus passenden Rahmen. Die Prokuluskirche beheimatet immerhin einige der bedeutendsten Fresken aus dem 8. Jahrhundert ...
Weitere Informationen zur Aufnahme sowie zum Bestellen der CD gibt es Anfang 2017 dann auch hier auf diesem Blog.

Von Gestirnen und der Liebe



In der kommenden Woche ist es wieder soweit:
Wir führen unser Projekt "Gesamtaufführung Mönch von Salzburg" fort und sind in 3 Konzerten im Salzburger Land bzw. Oberösterreich zu hören.
Unterstützt werden wir dieses Mal von der zauberhaften Stimme Sabine Lutzenbergers. Die Augsburger Sängerin und renommierte Expertin auf dem Gebiet der mittelalterlichen Musik wird die kommenden Konzerte zu einem ganz besonderen Hörereignis machen. Außerdem hat sich die oberösterreichische Komponistin Tanja Brüggemann vom Mönch inspirieren lassen: Ihr Werk MON für mittelalterliche Instrumente wird in dieser Konzertreihe uraufgeführt. Wir laden herzlich zu folgenden Konzerten ein:

Donnerstag, 24.11. / 20.00 Uhr
Orff-Institut Salzburg
Gunild Keetman-Saal

Freitag, 25.11. / 20.00 Uhr
Pfarrkirche Strobl am Wolfgangssee

Sonntag 27.11. / 18.00 Uhr
Ödmühle Zell am Moos

Es singen und spielen:
Sabine Lutzenberger, Gesang
Judith Schreyer, Fidel
Anne-Suse Enßle, Blockflöten
Philipp Lamprecht, Drehleier, Glocken und Mittelalterpercussion


suru

... und wieder wird ein neues Werk für Blockflöten und Schlagzeug aus der Taufe gehoben - diesmal wird unser Duo durch eine Sopranistin verstärkt. Das Trio "suru" von Hannes Kerschbaumer für Sopran, Paetzold-Kontrabassblockflöte und Schlagzeug erklingt am 24.10.2016 um 19.30 Uhr im Künstlerhaus Salzburg. Cordula Stepp aus Heidelberg wird den Gesangspart übernehmen.

Der Komponist Hannes Kerschbaumer schreibt zu seinem Werk:

"suru" (finnisch: Trauer) basiert auf dem Text "ich klag dir, traut gesell" des Mönch von Salzburg. Das Wehklagen findet Ausdruck in einem bis zur Unkenntlichkeit entstellten Artikulieren der Sopranistin.
Techniken der Granularsynthese aus dem Bereich der elektronischen Musik werden auf das vokale Komponieren übertragen - Worte lösen sich auf in ihre kleinsten Bestandteile, die Phoneme, werden neu
zusammengesetzt, in die anderen Instrumente übertragen. So, dass ein rasender Fluss an eruptiven Klangkonstellationen den mittelalterlichen Text zerstäuben und seine emotionalen Abgründe nach außen dringen lässt.



Dieses Stück ist also eingebettet in unser großes Projekt "Gesamtaufführung Mönch von Salzburg". Für die Realisierung der mittelalterlichen Klänge erhalten wir dieses Mal Verstärkung von Susanne Ansorg, einer Fidelspielerin und Expertin auf dem Gebiet der mittelalterlichen Instrumentalmusik.
Herzliche Einladung zu diesem Konzert!


Wer weiter im Norden wohnt und uns trotzdem hören will, dem seien die drei Konzerte in Kooperation mit dem sächsischen Komponistenbund am 25.-27.10. empfohlen. Philipp und ich  gastieren unter anderem beim Tonlagenfestival Hellerau in Dresden. Näheres ist unter der Rubrik "Termine" zu finden.

Duo Enßle-Lamprecht on tour

(Photo: André Hinderlich)

Philipp und ich sind in diesen Tagen in folgenden Konzerten zu erleben:

5.10. Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, Partika-Saal 19.30 Uhr

7.10. Freiburg, Augustinermuseum, 21.00 Uhr
8.10. Karlsruhe, St. Stephan, 20.00 Uhr
9.10. Freiburg, St. Konrad, 19.00 Uhr
Diese drei Konzerte finden in Kooperation mit dem Freiburger Kammerchor statt, der von Lukas Grimm dirigiert wird.

Außerdem für Freunde unseres Duos interessant: Sendetermine im Bayrischen Rundfunk der Sendung "U21 vernetzt" - hier durften wir einen kleinen Ausschnitt unseres Schaffens präsentieren:

3. Oktober, BR-KLASSIK Radiosendung ab 21.05 Uhr
3. Oktober, br-klassik.de, Live-Videostream ab 21.05 Uhr + facebook live



"Orbit" trifft "Aschelieder"


(Bild: André Hinderlich)

In diesem Herbst erwarten Philipp und mich einige Uraufführungen für die exquisite Besetzung Blockflöte&Schlagzeug. Die ersten Werke sind eingetroffen: "Orbit" von Achim Bornhöft, der an der Universität Mozarteum Komposition lehrt, sowie "Aschelieder" von Frank Zabel (Professor an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf).
In der kommenden Woche wollen wir uns der Einstudierung dieser beiden neuen Werke widmen und sind schon sehr gespannt, wie die beiden Komponisten die vielleicht auf den ersten Blick großen Gegensätze unserer beiden Instrumente überbrückt haben. Aus unserer Erfahrung können wir sagen: JA, das funktioniert und bietet unglaublich spannende akustische Lösungsansätze.

Die Werke werden an folgenden Terminen uraufgeführt:
"Orbit" (Achim Bornhöft): Konzert im Rahmen der Klangspuren Schwaz - Tiroler Festival für neue Musik: 18.9.16 20.00 Uhr

"Aschelieder" (Frank Zabel): Konzert im Rahmen unseres Workshops für Studierende der Komposition (Robert Schumann Hochschule Düsseldorf): 5.10.16, 19:30 Uhr

SAVE THE DATE

nähere Informationen auch unter der Rubrik "Termine".


Der geliebte Adonis





Wer Zeit hat und sich momentan in der Gegend des Strudengaus aufhält, sei herzlich eingeladen zu einer Sommeroper der erfrischenden Art:
Reinhard Keisers "geliebter Adonis" wird am kommenden Wochenende (12.-14.8.) noch drei Mal im Schlosshof der Greinburg aufgeführt.
Hinter mir liegen bereits eine spannende Probenwoche und 3 Vorstellungen, die mir viel Spaß bereitet haben. Bei diesem Projekt bin ich hauptsächlich am Barockfagott beschäftigt - eine spannende Aufgabe, bei der ich (vor allem Dank der großartigen Hilfe der "Coaches" des L'Orfeo Barockorchesters) viel lernen darf. Es macht Laune, einmal den Continuo-Part zu übernehmen: Keisers Musik geht sofort ins Ohr und ist so phantasievoll komponiert, dass bei jeder Aufführung ein neues Detail ins Auge springt.

Aufführungstermine:
12.8.
13.8.
14.8.
jeweils um 18.00 Uhr

Die Blockflöte in Gesellschaft

Am 13.7. gibt es beim Mattseer Diabellisommer zwei Werke von Herbert Grassl zu hören, bei denen sich die Blockflöte in die Gesellschaft eines Kammerensembles begeben darf:
Neben der UA "zart libste Frau" für Altstimme, Tenor, Violine, Harfe, Horn, Blockflöte und Schlagwerk wird auch das Werk "gar leis ..."  für Altstimme, Tenor, Blockflöte und Schlagwerk wiederaufgenommen, das letztes Jahr bereits im Salzburger Raum und auch in Südtirol zu hören war.

Beide Werke entstanden für das Großprojekt  "Mönch von Salzburg", das vom Duo Enßle-Lamprecht initiiert wurde. Bei diesem Projekt stehen neben der Gesamtaufführung der Kompositionen dieses frühen Meisters auch die zeitgenössische Auseinandersetzung mit seinen Texten und Liedern im Mittelpunkt. Herbert Grassl hat sich zwei Minneliedern des Mönchs aus heutiger Sicht genähert und eine Neuvertonung der Texte angefertigt.

Für mich ist bei dieser Arbeit besonders spannend, wie sich die Blockflöte mit ihren klanglichen Eigenschaften und Möglichkeiten in ein größeres Kammerensemble integrieren lässt. Die Zusammenarbeit mit MusikerInnen anderer Fächer stellt immer wieder eine große Inspirationsquelle dar. Ich bin eingeladen, klangliche und dynamische Gewohnheiten oder "Beschränkungen" neu zu hinterfragen und so freue ich mich auf eine spannende Woche der Proben und Vorbereitungen.
Besonders schön ist außerdem, dass aus unserem Projekt wieder ein Werk hervorgehen konnte, welches den Repertoirekanon des Instruments Blockflöte bereichern wird!


Kurz vorher gibt's in Innsbruck noch einen Vorgeschmack auf den diesjährigen Auftritt bei den Klangspuren in Schwaz:
Am 12.7. werde ich unter dem Motto "In the room" gemeinsam mit dem Musikjournalisten Wolfgang Praxmarer beim Klangspuren Café von meiner Arbeit im Bereich Neue Musik berichten. Hier wird die Blockflöte vor allem in elektronische Gesellschaft treten - bin ich doch im Programm als "Klangkünstlerin" angekündigt ... Das macht Laune!