"Orbit" trifft "Aschelieder"


(Bild: André Hinderlich)

In diesem Herbst erwarten Philipp und mich einige Uraufführungen für die exquisite Besetzung Blockflöte&Schlagzeug. Die ersten Werke sind eingetroffen: "Orbit" von Achim Bornhöft, der an der Universität Mozarteum Komposition lehrt, sowie "Aschelieder" von Frank Zabel (Professor an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf).
In der kommenden Woche wollen wir uns der Einstudierung dieser beiden neuen Werke widmen und sind schon sehr gespannt, wie die beiden Komponisten die vielleicht auf den ersten Blick großen Gegensätze unserer beiden Instrumente überbrückt haben. Aus unserer Erfahrung können wir sagen: JA, das funktioniert und bietet unglaublich spannende akustische Lösungsansätze.

Die Werke werden an folgenden Terminen uraufgeführt:
"Orbit" (Achim Bornhöft): Konzert im Rahmen der Klangspuren Schwaz - Tiroler Festival für neue Musik: 18.9.16 20.00 Uhr

"Aschelieder" (Frank Zabel): Konzert im Rahmen unseres Workshops für Studierende der Komposition (Robert Schumann Hochschule Düsseldorf): 5.10.16, 19:30 Uhr

SAVE THE DATE

nähere Informationen auch unter der Rubrik "Termine".


Der geliebte Adonis





Wer Zeit hat und sich momentan in der Gegend des Strudengaus aufhält, sei herzlich eingeladen zu einer Sommeroper der erfrischenden Art:
Reinhard Keisers "geliebter Adonis" wird am kommenden Wochenende (12.-14.8.) noch drei Mal im Schlosshof der Greinburg aufgeführt.
Hinter mir liegen bereits eine spannende Probenwoche und 3 Vorstellungen, die mir viel Spaß bereitet haben. Bei diesem Projekt bin ich hauptsächlich am Barockfagott beschäftigt - eine spannende Aufgabe, bei der ich (vor allem Dank der großartigen Hilfe der "Coaches" des L'Orfeo Barockorchesters) viel lernen darf. Es macht Laune, einmal den Continuo-Part zu übernehmen: Keisers Musik geht sofort ins Ohr und ist so phantasievoll komponiert, dass bei jeder Aufführung ein neues Detail ins Auge springt.

Aufführungstermine:
12.8.
13.8.
14.8.
jeweils um 18.00 Uhr

Die Blockflöte in Gesellschaft

Am 13.7. gibt es beim Mattseer Diabellisommer zwei Werke von Herbert Grassl zu hören, bei denen sich die Blockflöte in die Gesellschaft eines Kammerensembles begeben darf:
Neben der UA "zart libste Frau" für Altstimme, Tenor, Violine, Harfe, Horn, Blockflöte und Schlagwerk wird auch das Werk "gar leis ..."  für Altstimme, Tenor, Blockflöte und Schlagwerk wiederaufgenommen, das letztes Jahr bereits im Salzburger Raum und auch in Südtirol zu hören war.

Beide Werke entstanden für das Großprojekt  "Mönch von Salzburg", das vom Duo Enßle-Lamprecht initiiert wurde. Bei diesem Projekt stehen neben der Gesamtaufführung der Kompositionen dieses frühen Meisters auch die zeitgenössische Auseinandersetzung mit seinen Texten und Liedern im Mittelpunkt. Herbert Grassl hat sich zwei Minneliedern des Mönchs aus heutiger Sicht genähert und eine Neuvertonung der Texte angefertigt.

Für mich ist bei dieser Arbeit besonders spannend, wie sich die Blockflöte mit ihren klanglichen Eigenschaften und Möglichkeiten in ein größeres Kammerensemble integrieren lässt. Die Zusammenarbeit mit MusikerInnen anderer Fächer stellt immer wieder eine große Inspirationsquelle dar. Ich bin eingeladen, klangliche und dynamische Gewohnheiten oder "Beschränkungen" neu zu hinterfragen und so freue ich mich auf eine spannende Woche der Proben und Vorbereitungen.
Besonders schön ist außerdem, dass aus unserem Projekt wieder ein Werk hervorgehen konnte, welches den Repertoirekanon des Instruments Blockflöte bereichern wird!


Kurz vorher gibt's in Innsbruck noch einen Vorgeschmack auf den diesjährigen Auftritt bei den Klangspuren in Schwaz:
Am 12.7. werde ich unter dem Motto "In the room" gemeinsam mit dem Musikjournalisten Wolfgang Praxmarer beim Klangspuren Café von meiner Arbeit im Bereich Neue Musik berichten. Hier wird die Blockflöte vor allem in elektronische Gesellschaft treten - bin ich doch im Programm als "Klangkünstlerin" angekündigt ... Das macht Laune!

Danke, Bachfest!

Ich möchte mich herzlich bei den Organisatorinnen des Bachfests in Leipzig bedanken, die uns letzten Samstag dieses schöne Konzert ermöglicht haben. Im feinen Ambiente der alten Börse vor so herzlichem Publikum spielte es sich fast von selbst. Es war so schön, die Kompositionen von Bach, Goldberg, Albinoni, Heinichen, Telemann und Porpora in diesem Rahmen aufführen zu können.
Zwischendurch stellte sich bei mir das Gefühl ein: "Hier gehören sie hin, diese Stücke" - Wunderbar!

"Geheimnisse der Harmonie" - Bachfest Leipzig, wir kommen!

Nun ist es endlich soweit: Am 11.6. dürfen Reinhard Führer und ich unser neues Programm "Café Zimmermann" beim Bachfest in Leipzig präsentieren, welches dieses Jahr unter dem Motto "Geheimnisse der Harmonie" steht:

"Wie kaum ein anderer beherrschte Bach die schwierigen Regeln des Kontrapunktes und des Tonsatzes und konnte das gesprochene Wort musikalisch ausdeuten und verstärken: Leiden und Schmerzen, Lob und Freuden kommen in Vokal- und Instrumentalwerken Bachs in einer Weise zum Ausdruck, die den Hörer damals und heute mitfühlen lässt. Viele Komponisten bis hin zu dem 1916 in Leipzig verstorbenen Universitätsmusikdirektor Max Reger haben diese musiksprachliche Ausdrucksstärke verstanden und mit den eigenen stilistischen Mitteln daran angeknüpft."
(www.bachfestleipzig.de)

Dieser Auszug aus den online-Informationen zum Motto lässt sich auch auf unser Konzertprogramm und die dort vertretenen Komponisten übertragen. Sei es Johann Gottlieb Goldberg, dessen Sonate in C-Dur wegen ihrer komplexen Gestaltung als "Meisterstück" betitelt und lange Zeit irrtümlich als BWV 1037 geführt wurde, seien es die schon fast frühklassischen Wendungen bei Porpora oder Albinonis üppige langsame Sätze - die "Geheimnisse der Harmonik" bestimmen unser Konzertprogramm und auch unser Musizieren vom Grund auf.
Die letzten Vorbereitungen sind so gut wie erledigt, alle Noten sind eingerichtet, gebügelt und geklebt und die Vorfreude steigt.
Wer sich noch über dieses Konzert informieren möchte, dem sei der folgende Link empfohlen:

http://www.bachfestleipzig.de/de/bachfest/no-7-ausgezeichnet


Café Zimmermann


Die Klangnacht in St. Michael ist noch kaum ausgeklungen, schon steht das nächste Projekt an, das aber hinter den Kulissen schon seit einiger Zeit vorbereitet wird.
Ich möchte alle Wienerinnen und Wiener, aber auch Menschen die spontan hier oder auf der Durchreise sind, zu diesem Konzert einladen.
Reinhard Führer und ich spielen Werke von Bach, Telemann, Porpora, Heinichen, Albinoni und Goldberg. Unter dem Motto "Café Zimmermann" möchten wir uns der Atmosphäre des berühmten "Collegium musicum" in Leipzig nähern. So stehen in diesem Programm neben Originalwerken auch eigene Bearbeitungen für unsere Besetzung, bekannte Werke und selten Gehörtes wechseln sich ab - Der Abend wird mit Sicherheit spannend!

Wir freuen uns über zahlreiches Publikum!

Konzerte und Termine im Mai - herzliche Einladung

(Photo: André Hinderlich)
 

 
Im Mai gibt es einige interessante Konzerte, zu denen ich herzlich einladen möchte:
 
Am 7.Mai um 19:30 spielen Philipp und ich in der Esslinger Stadtkirche St. Dionys unser Programm "Points of Contact". Hierbei treffen Werke von Antoine Dauraut, Franco Donatoni und Giorgio Tedde auf Klänge aus dem Mittelalter. Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Programm nun auch mal wieder im süddeutschen Raum spielen und freuen uns auf Fans und bekannte Gesichter im Publikum!
 
 
Am Pfingstfreitag (13.5. ab 18:30) findet in Schwäbisch Hall in der Kirche St. Michael eine "Klangnacht zu Pfingsten" unter dem Motto "Klang(t)räume" statt. Bis um 2.00Uhr in der Früh kann hier exquisite Musik gehört werden. Ein ausführliches Gesamtprogramm findet sich unter www.musikanstmichael.de. Diese Veranstaltung hat einen ganz eigenen Charme, der sich im inspirierenden Kirchenraum von St Michael entfaltet. Verschiedenste Epochen der Musikgeschichte werden gegenübergestellt und treten in Dialog, bis dann schließlich um 02:00 mit "Appendice alle perfezione" von Salvatore Sciarrino der Vorhang fällt. Anschließend darf weiterimprovisiert werden ... Wir sind gespannt!
 
 
Am 27.5. spielen Reinhard Führer (Cembalo) und ich im Salvatorsaal/Wien einmal unser Programm "Café Zimmermann", welches im Juni dann beim Bachfest in Leipzig gespielt wird. Geprobt wird schon fleißig, wir freuen uns auf viele Zuhörer und Zuhörerinnen, die mit uns die Kammermusik Musik Johann Sebastian Bachs und seinen Kollegen näher unter die Lupe nehmen wollen.
 
 
Außerdem möchte ich herzlich zu einem Meisterkurs an der mdw einladen: Jostein Gundersen aus Bergen (Norwegen) arbeitet vom 2.-4. Mai mit der Blockflötenklasse an barocken Tanzmodellen und musikalischen Improvisationen hierzu. Zuhörer und Zuhörerinnen sind herzlich willkommen!
Der Kurs findet in der Seilerstätte 26 (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) statt. Kurszeiten sind: Mo 2.5. 10.00-18.30 / Di. 3.5. 10.00-17.00 Uhr / Mi.10.00-12.00 Uhr